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Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Landesvereinigung NRW

 

09.12.2016


2017: Historische Termine und Termine der VVN-BdA NRW

Mit Guernica, der Wannsee-Konferenz, der Ermordungen von Helmuth Hübener, Philipp Müller und Benno Ohnesorg und dem Beginn der Berufsverbote stehen viele runde Jahrestage an. Besonders wollen wir natürlich auf den 70. Geburtstag der Bundesvereinigung der VVN-BdA hinweisen. Runde Jahrestage sind in rot markiert.

Januar

01. Januar 1919: Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gründen in Berlin die Kommunistische Partei Deutschland.

04. Januar 1933: In der Villa des Kölner Privatbankiers Baron Kurt von Schröder trafen sich Ex-Reichskanzler Franz von Papen (Zentrumspartei) und Adolf Hitler. Einen Monat später war Hitler Reichskanzler und Papen sein Stellvertreter.

15. Januar 1919: Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

19. Januar 1919: Erstmals aktives und passives Wahlrecht für Frauen in Deutschland.

19. Januar 2001: Jahrestag des Brandanschlags auf ein Lebensmittelgeschäft in Köln, Probsteigasse. Es wird die 19 Jahre alte deutsch-iranische Tochter des Betriebsinhabers schwer verletzt. Der Anschlag wird nach dem Bekanntwerden des NSU diesem zugerechnet.

20. Januar 1942: „Wannsee-Konferenz“. Auf Einladung des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD, Reinhard Heydrich, fand im Speisezimmer des Gästehauses eine etwa 90 Minuten dauernde Besprechung von Vertretern der SS, der NSDAP und mehrerer Reichsministerien statt. Das Thema war die "Endlösung der Judenfrage".

24. und 26. Januar 1945: RSHA- und Gestapo-Befehle zur Beseitigung von Umstürzlern, Kommunisten und Ausländern per Sonderbehandlung ohne Nachfrage beim RSHA.

26. Januar 1932: Hitler redet im Industrieclub Düsseldorf vor Vertretern der deutschen Wirtschaft und erklärt diesen seine Gedanken zum „Wiederaufstieg“ Deutschlands. Als Dank gibt es Spenden.

27. Januar 1945: Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee. Heute: Gedenktag für die Opfer des Faschismus.

28. Januar 1972: Berufsverbote, genannt „Radikalenerlass“ der CDU/SPD-Ministerpräsidenten und der SPD-Bundesregierung.

30. Januar 1933: Machtübertragung an Hitler durch Hindenburg.

30. Januar 1933: Aufruf der KPD zum Generalstreik.

31. Januar 1996: Ernst Buschmann aus Düsseldorf stirbt, geboren 8. November 1916 in Koblenz. Er war im Spanischen Bürgerkrieg Stabschef und Kommandeur in internationalen Brigaden (Bat. Hans Baimler und Edgar Andre), nach 1945 Mitglied des Landtages von Rheinland-Pfalz (KPD), Vorstandsmitglied der VVN-BdA Nordrhein-Westfalen.

Februar

02. Februar 1943: Mit der Niederlage der faschistischen Armeen vor Stalingrad war eine historische Wende im Zweiten Weltkrieg eingeleitet.

03. Februar 1933: Hitler besucht die Oberste Heeresleitung im Bendlerblock und stößt auf viel Zustimmung zu seinen aggressiven Kriegsplänen und zur „Ausrottung des Marxismus“.

04. Februar 1945: Exekution zahlreicher Ausländer im Gestapolager Hunswinkel bei Lüdenscheid.

04. bis 11. Februar 1945: Jalta-Konferenz: Das zweite von insgesamt drei alliierten Gipfeltreffen der „Großen Drei“ (USA/GB/SU) während des Zweiten Weltkriegs zur Zukunft Europas nach dem Krieg,

09. Februar 1945: Verhaftungswelle der Gestapo in Dortmund.

10. Februar 1898: Bert Brecht wird geboren.

20. Februar 1933: Hitler, Göring und Schacht empfangen die Spitzen der Großindustrie und der Finanzwirtschaft. Sie unterbreiten ihre Pläne für die Beseitigung der Demokratie, zur Aufrüstung und für die aggressive Außen- und Innenpolitik, und sie stoßen auf Zustimmung und Zahlungswilligkeit der Wirtschaft zugunsten der NSDAP.

21. Februar 1848: Erstausgabe Kommunistisches Manifest

21. Februar 1945: Die Jüdinnen Klara Adolph und Julie Risse aus Essen werden verhaftet, später in Dortmund umgebracht.

22. Februar 1840: August Bebel wird geboren.

22. Februar 1943: Hinrichtung der Geschwister Scholl.

23. Februar 1997: Kurt Bachmann stirbt in Köln. Mitgründer der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes. Bachmann trat bei zahlreichen Kundgebungen der Friedensbewegung, gegen Fremdenhass und gegen faschistische Veranstaltungen auf. Auch wurde er häufig als Zeitzeuge befragt. Mit Kurt Bachmann an der Spitze der neukonstituierten Deutschen Kommunistischen Partei wurde 1969 erstmals ein Widerstandskämpfer und Auschwitzüberlebender jüdischer und proletarischer Herkunft zu einem deutschen Parteivorsitzenden gewählt.

27. Februar 1848: Bürgerliche Revolution in Deutschland.

27. Februar 1933: Die Faschisten stecken den Reichstag in Brand.

März

Anfang März 1945: Todestag von Anne Frank im KZ Bergen-Belsen (Tag nicht genau bekannt).

05. März 1945: Amerikanische Truppen in Köln (linksrheinisch). Vorher wurden von Januar bis März 1945 in Köln 1800 in- und ausländische Widerstandskämpfer von den Faschisten ermordet.

07. März 1945: Amerikanische Truppen überschreiten den Rhein bei Remagen.

07. März 1945: Beginn der Exekutionen durch die Gestapo im Rombergpark und in der Bittermark bei Dortmund (bis 12. April 1945).

08. März 1921: Internationaler Frauentag.

12. März 1945: Schwerer Bombenangriff auf Dortmund und andere Ruhr-Städte.

14. März 2003: Mit der „Agenda 2010“ leitete Kanzler Schröder die Liquidierung großer Teile unseres Sozialsystems ein, was im Sept./Okt. vom Bundestag bestätigt wurde.

15.-18. März 1947: 1. Interzonalen Konferenz der VVN in Frankfurt/Main. Gründungstag der VVN bundesweit.

16. März 1945: Das KZ auf dem Gelände des Dortmund-Hörder-Hüttenvereins wird wieder aufgelöst. Die Gefangenen werden nach Bergen-Belsen gebracht.

18. März 1945: Aachener Gewerkschafter treffen sich mit Zustimmung der US-Behörden zur ersten Gewerkschaftstagung, um die Grundlage für einen freien deutschen Gewerkschaftsbund zu schaffen.

19. März 1945: Nero-Befehl Hitlers zur Zerstörung von Wirtschaftseinrichtungen und Verkehrsadern.

19. März 1944: Besetzung Ungarns durch SS, Wehrmacht und Sicherheitspolizei.

20.-22. März 1945: 57 Zwangsarbeiter aus dem Lager Suttroper Schule in Warstein werden auf Befehl des SS-Generals Dr. Kammler am 20. März erschossen. Am nächsten Tag werden 71 Arbeiter aus dem Lager Sauerlandhalle geholt und erschossen. Und am 22. März werden 80 Ausländer aus demselben Lager abgeholt und bei Eversberg ermordet. Dann wurde die Sauerlandhalle von der SS angezündet.

23. März 1933: Ermächtigungsgesetz: Mit Zustimmung aller bürgerlichen Parteien wird den Faschisten die gesetzgeberische Gewalt übertragen. Die SPD stimmt dagegen, die KPD war von der Sitzung ausgeschlossen, vieler ihrer Abgeordneten waren eingesperrt.

24. März 1999: Beginn des Angriffskrieges der NATO gegen Jugoslawien.

24. März 1945: Mit dem Vorstoß britischer Truppen über den Rhein bei Wesel beginnt der Kampf um den sog. Ruhrkessel.

28. März 2005: Der Neonazi Sven K. ersticht den Punker Thomas “Schmuddel” Schultz in Dortmund.

31. März 1945: Ostersamstag: Das Stalag 326 Stukenbrock wird von den Deutschen geräumt. Vorher werden Teile der Lagerbelegschaft nach Osten verlegt. In dem Lager kamen 65.000 Gefangene ums Leben.

April

01. April 1945: Ostersonntag: Der Ruhrkessel wird geschlossen. Hamm von US-Truppen befreit.

01. April 1945: Die Gestapo für den Regierungsbezirk Arnsberg zieht von Dortmund-Hörde nach Hemer um und leitet von dort ihre Mordtaten in Dortmund, Hagen, Hemer und Umgebung.

02. April 1945: Münster von britisch-amerikanischen Truppen befreit.

03. April 1945: Befehl Himmlers, rücksichtslos gegen alle Bürger vorzugehen, die an ihren Häusern weiße Flaggen anbringen.

03. April 1945: Durch Besetzung des Teutoburger Waldes und Oerlinghausens wird der Kessel um die Heeresgruppe B geschlossen.

04. April 1950: Gründung der NATO.

04. April 2006: Ermordung von Mehmet Kubaşık in Dortmund. Die Tat wurde mutmaßlich durch den NSU ausgeführt.

06. April 1917: Gründungsparteitag USPD.

06. April 1941: Überfall der Faschisten auf Jugoslawien und Griechenland.

07. April 1945: Mordbefehl des Generals des Ruhrkessels, Generalfeldmarschall Model. Er unterstellte alle politischen Gefangenen in Gefängnisse der Gestapo.

11. April 1945: Selbstbefreiung der Häftlinge des KZ Buchenwald, nachdem zuvor noch 28.000 Häftlinge von der SS auf einen Todesmarsch geschickt wurden. Am 13. April erreichen die US-Truppen das Lager und versorgen 21.000 überlebende Häftlinge.

12. April 1945: Letzte Exekution in Dortmund, und zwar am Eisenbahngelände beim evangelischen Friedhof Hörde.

12. April 1945: Gestapo erschießt in der Donnerkuhle bei Hagen 12 Gefangene aus Hagener Gefängnissen.

12. April 1945: Befehl Hitlers und Himmlers, jede Stadt bis auf das äußerste zu verteidigen.

12. April 1957: Göttinger Manifest gegen Atomwaffen.

13. April 1945: Die Amerikaner besetzen Dortmund und Lüdenscheid.

13. April 1945: 71 Gefangene werden in der Wenzelnbergschlucht bei Solingen von Gestapo umgebracht.

14. April 1945: Teile der 9. US-Armee befreien das Stalag VI A in Hemer und damit 22.000 Gefangene. 23.500 sowjetische Opfer aus diesem Lager sind in Hemer begraben (vor allem auf dem Duloh-Friedhof).

14. - 16. April 1945: Widerstandskämpfer aus Solingen-Wald führen in der Stadt die Aktion „Weiße Fahnen“ durch, um Solingen kampflos zu übergeben. Bildung der antifaschistischen Volksfront Solingen.

15. April 1945: Erste Betriebsrätekonferenz nach dem Kriege in Gelsenkirchen-Buer. Es wird die Gründung einer Einheitsgewerkschaft beschlossen. Aufruf zur Gründung des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes.

16. April 1945: Ende des östlichen Kessels bei Hemer. Flucht der Wehrmachts- und Naziführung von dort. Übergabe an die US-Truppen auf dem Schillerplatz in Iserlohn.

16. April 1945: Versuch einiger Düsseldorfer Bürger, darunter der stellvertretende Polizeipräsident Franz Jürgens, die Obernazis der Stadt festzusetzen, um die Stadt kampflos den amerikanischen Truppen zu übergeben. Der Versuch scheitert. Die Bürger werden, bis auf zwei, die fliehen können, nach Urteil eines Standgerichts erschossen. Das Mordurteil des Standgerichtes wurde später vom Bundesgerichtshof bestätigt.

17. April 1945: Ende des westlichen Kessels. Aus einem Wehrmachtsbericht: „Der geschlossene Widerstand der Heeresgruppe B ist am 17. April zu Ende gegangen.“

18. April 1945: Das heutige Nordrhein-Westfalen ist von der Naziherrschaft befreit.

18. April 1945: Bildung eines Betriebsausschusses im Werk Hörde der Dortmund Hörder Hüttenunion.

18. April 1958: Erster Ostermarsch in England (in der BRD ab 1960).

19. April 1945: „Schwur von Buchenwald“: Die befreiten Häftlinge von Buchenwald schwören, den Kampf erst einzustellen, wenn der Faschismus mit seinen Wurzeln vernichtet und eine neue Welt des Friedens und der Freiheit aufgebaut worden ist.

19. April 1943: Aufstand im Warschauer Ghetto.

19. April 1979: Nach ersten Freisprüchen wird der Majdanek-Prozess in Düsseldorf von Antifaschist/innen mit lauten Protesten gestört und dann abgebrochen.

23. April 1945: Konferenz auf der Zeche Prinz Regent in Bochum mit Vertretern Bochumer Betriebsausschüsse, vorwiegend aus dem Bergbau. Es wurde beschlossen, einen „Allgemeinen Industriearbeiterverband“ zu gründen.

23. April 1999: Gegen eine neue Art der Auschwitz-Lüge. Die Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano, Kurt Goldstein und der damalige VVN-BdA-Bundessprecher Peter Gingold wenden sich in einem Offenen Brief gemeinsam mit weiteren jüdischen Überlebenden des Holocaust gegen Stimmen zugunsten des Angriffskrieges gegen Jugoslawien: Im Auftrage des „Nie wieder Auschwitz“ dürfe auf das Postulat „Nie wieder Krieg“ nicht verzichtet werden. Es ging um die Begründung der Bundesregierung (Scharping/Fischer) zum „Kosovo-Krieg“, die als neue Art der Auschwitz-Lüge gebrandmarkt wird.

24. April 1951: Die Volksbefragung zur Remilitarisierung von der Bundesregierung verboten.

24. April 1974: Antifaschistische Nelkenrevolution Portugal.

26. April 1945: Einrichtung einer Geschäftsstelle der Metallarbeitergewerkschaft in der Alfred-Trappenstr. in Dortmund-Hörde (geleitet von Wilhelm Schröder, SPD, Wilhelm Kropp, christliche Gewerkschaften, und August Rasch, KPD).

26. April 1937: Bombardierung von Guernica durch die „Legion Condor“.

27. April 1945: Vertrauensmännerbesprechung auf dem Hoesch-Hüttenwerk in Dortmund. Vorlage eines 12-Punkte-Programms durch August Severin (KPD), zu dem „u.a. Fragen der Arbeitszeit, der Einstellung zu den bisherigen Vertretern der Nazis sowie Bestrafung derjenigen PG, die sich Misshandlungen an Kriegsgefangenen usw. haben zuschulden kommen lassen“, gehörten.

29. April 1944: Es werden erstmals ungarische Juden nach Auschwitz deportiert. In deutschen Vernichtungslagern werden bis zum Juli 1944 eine halbe Million Juden aus Ungarn ermordet.

30. April 1975: Saigon ist gefallen. Südvietnam ist befreit.

Mai

01. Mai 1919: Der 1. Mai wird in Deutschland erstmals gesetzlicher Feiertag. Internationaler Kampftag der Arbeiterbewegung.

02. Mai 1933: Die Faschisten verbieten die Gewerkschaften, Besetzung der Gewerkschaftshäuser.

04. Mai 1945: Kapitulation der deutschen Streitkräfte in Nordwestdeutschland, Holland und Dänemark.

05. Mai 1945: Heinrich Glasmacher aus Neuss, Mitglied der katholischen Jugend, wird als 21-jähriger Matrose nach der Teilkapitulation vom 4. Mai in der Möllebucht bei Sonderburg/Ostsee wegen des von ihm angeführten und später niedergeschlagenen Matrosenaufstandes auf dem Minensuchboot M612 erschossen. Weitere Kameraden werden auch erschossen.

08. Mai 1945: Bedingungslose Kapitulation Hitlerdeutschlands. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus.

08. Mai 1949: Der Parlamentarische Rat beschließt das Grundgesetz.

10. Mai 1933: Bücherverbrennung durch die Nazis.

11. Mai 1951: 131er Gesetz zur massenhaften Wiedereinstellung von Nazis in den öffentlichen Dienst.

11. Mai 1952: Ermordung des Antimilitaristen Philipp Müller durch die Polizei bei der „Jugendkarawane gegen Wiederaufrüstung und Generalvertrag“ in Essen.

11. Mai 1968: Die Bewegung gegen die Notstandsgesetze erreicht mit dem Marsch von 70.000 auf Bonn ihren Höhepunkt.

23. Mai 1949: Verkündung des Grundgesetzes.

29. Mai 1993: Brandanschlag von Solingen.

Juni

02. Juni 1967: Benno Ohnesorg wird in Berlin auf einer Demo aus Anlass des Besuchs des Massenmörders Schah Reza Pachlevi ermordet.

06. Juni 1944: Landung der Alliierten in der Normandie.

09. Juni 2004: Nagelbombenattentat in Köln-Mülheim, Keupstraße. Es werden 22 Menschen verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich. Der Anschlag wird nach dem Bekanntwerden des NSU diesem zugerechnet.

22. Juni 1941: Jahrestag des Überfalls auf die UdSSR durch Hitlerdeutschland.

27. Juni 2000: Bombenanschlag am S-Bahnhof Düsseldorf-Wehrhahn. Mit einer Rohrbombe wurden zehn russische Migranten, sechs mit jüdischem und vier mit muslimischem Hintergrund, schwer verletzt. Der Anschlag ist nicht aufgeklärt. Ein rechtsextremistischer Zusammenhang kann nicht ausgeschlossen werden.

28. Juni 1914: Attentat von Sarajevo. Erzherzog Franz Ferdinand, der Thronfolger Österreich-Ungarns, und seine Gemahlin Sophie Chotek, Herzogin von Hohenberg, wurden in Sarajevo von dem jugoslawischen Nationalisten Gavrilo Princip ermordet. Das Attentat löste die Julikrise aus und wurde schließlich als Anlass zum Ersten Weltkrieg genommen.

28. Juni 1950: Landesverfassung von NRW beschlossen (Volksabstimmung).

29. bis 31. Juni 1934: Die Bekenntnis-Synode der Bekennenden Kirche in Barmen.

30. Juni/1. Juli 1934: Hitler lässt den angeblichen Röhm-Putsch niederschlagen und Hunderte reaktionäre Rivalen gleich mit erschießen.

Juli

03. Juli 1979: Der Bundestag beschließt die Unverjährbarkeit von Mord. Ansonsten wären schon dann die NS-Morde verjährt gewesen.

04. Juli 1927: Erstes Treffen von Adolf Hitler mit dem Industriellen Emil Kirdorf in Mülheim/Ruhr. Dem folgen weitere Treffen und Spendenaktionen der Wirtschaft. Hitler stellt Kirdorf ein Manuskript zur Verfügung, das dieser als Broschüre über die Pläne der Nazis innerhalb der Wirtschaftskreise verbreitet.

11. Juli 1951: Blitzgesetz zur Strafrechtsänderung mit Wiedereinführung von Landesverrats- und Staatsgefährdungsparagraphen, besonders gegen die Friedensbewegung, FDJ und KPD gerichtet, ferner gegen die VVN.

14. Juli 1789: Beginn der Franz. Revolution.

17. Juli 1936: Faschistischer Putsch in Spanien unter Führung Francos.

20. Juli 1944: Attentat auf Hitler. Danach Aktion „Gitter“: In Folge 20. Juli und Aktion „Gitter“ werden rund 5.000 Nazigegner umgebracht. Mord an Graf von Stauffenberg.

21. Juli 1956: Einführung der Wehrpflicht in der BRD.

24. Juli 1944: Befreiung des KZ-Majdanek von der Roten Armee.

24. Juli 1944: Wilhelm Knöchel (geb. am 8. November 1899 in Offenbach) aus Dortmund, ZK-Mitglied und illegaler Leiter der KPD in Westdeutschland, wird in Brandenburg-Görden hingerichtet.

August

01. August 1914: Deutschland erklärt Russland den Krieg, am 3. August deutsche Kriegserklärung gegen Frankreich.

02. August 1945: Unterzeichnung des „Potsdamer Abkommens“.

02. August 2000: Stiftungsgesetz zur Zwangsarbeiterentschädigung tritt in Kraft.

04. August 1914: Die sozialdemokratische Reichstagfraktion stimmt im Reichstag unter Bruch der Antikriegsbeschlüsse der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung für die Kriegskreditvorlage.

04. August 1914: Deutsche Truppen marschieren unter Bruch des Völkerrechts in das neutrale Belgien ein. Damit Beginn des Ersten Weltkriegs.

06. August 1945: US-Atombombenabwurf auf Hiroshima.

07. August 1936: Gründung der „Internationalen Brigaden“ zum Schutz der spanischen Republik.

09. August 1945: US-Atombombenabwurf auf Nagasaki.

10. August 1944: Treffen von Konzernvertretern zwecks Nachkriegsplanung (Krupp, Bosch, Thyssen, VW, Rheinmetall, Saar-Röchling, Messerschmidt und Wintershall/Quandt) mit RSHA und Ministerien der Reichsregierung im Hotel „Maison Rouge“ von Strasbourg.

10. August 1946: Mit Statut und Satzung wird die politisch-organisatorische Grundlage für die VVN in Hanau beschlossen.

17. August 1956: Verbot der KPD.

18. August 1944: Ermordung Ernst Thälmanns (KPD) im KZ Buchenwald.

23. August 1939: Deutsch-sowjetischer Nichtangriffsvertrag unterschrieben.

24. August 1944: Ermordung Dr. Rudolf Breitscheid (SPD) im KZ Buchenwald.

27. August 1910: Die „Sozialistische Fraueninternationale“ beschließt auf Initiative von Clara Zetkin und Käthe Duncker den 8. März als Internationalen Frauentag.

30. August 1951: Blitzgesetz gegen demokratische Organisationen, darunter VVN, deren Mitglieder aus dem öffentlichen Dienst entfernt werden.

September

01. September 1939: Überfall auf Polen/Beginn des Zweiten Weltkriegs. Antikriegstag.

05. September 1917: Mord an Albin Köbis/Max Reichpietsch, zwei revolutionäre Matrosen, in Wilhelmshaven (beigesetzt in Köln-Wahn).

06. und 25. Sept. 1944: Befehl Hitlers zur Bildung des „Volkssturms“. Dem folgt die Organisierung des „Werwolfs“.

07. September 1949: Gründung der BRD.

11. September 1973: Faschistischer Putsch in Chile, Ermordung von Salvador Allende.

15. September 1935: Nürnberger Rassegesetzgebung: Chefkommentator ist H. M. Globke, später ist Globke Staatssekretär unter Adenauer.

18. September 1953: Das Bundesentschädigungsgesetz (BEG) tritt in Kraft.

19. September 1950: Adenauererlass zur Entfernung von Kriegsgegnern und Antifaschisten, namentlich FDJ und VVN, aus dem öffentlichen Dienst.

Oktober

05. Oktober 1950: Das Treffen der Nazigeneräle zur Gründung der Bundeswehr beginnt (Geheimtreffen in Kloster Himmerod).

11. Oktober 1931: Mit der Bildung der „Harzburger Front“ werden Militaristen und Großkapitalisten zu Hauptsponsoren der Faschisten.

20. Oktober 1941: Beginn der Judendeportationen.

21. Oktober 1944: Nach achttägiger Einschließung Aachens wird die Stadt von den Amerikanern befreit.

25. Oktober 1929: Der erste große Börsenkrach an der New Yorker Wall Street löst die große Weltwirtschaftskrise aus. Bekanntlich nicht die letzte.

26. Oktober 1946: 500 Delegierte gründen in Düsseldorf im „Neuen Theater“ die VVN in NRW.

27. Oktober 1942: Der jüngste vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilte Widerstandskämpfer, Helmuth Hübener (17), wird in Plötzensee ermordet.

31. Oktober 1517: Thesenanschlag Martin Luthers, Beginn der Reformation.

November

07. November 1917: Oktoberrevolution in Russland.

09. November 1918: Novemberrevolution in Deutschland.

09. November 1938: Reichspogromnacht.

09. November 1989: „Mauerfall“.

10. November 1944: Mord an den „Edelweißpiraten“ in Köln, d.h. öffentliche Hinrichtung von 13 Antifaschisten in Köln-Ehrenfeld, darunter der 16jährige Bartholomäus Schink.

12. November 1955: Gründung der Bundeswehr (erste Generalinspekteure: zwei Nazigeneräle).

20. November 1945: Nürnberger Prozess – Eröffnung des Hauptverfahrens.

23. November 1936: Friedensnobelpreis für Carl von Ossietzky.

24. und 27. Nov. 1944: Massenverhaftung der Kölner Gruppe der Widerstandsbewegung „Nationalkomitee Freies Deutschland“. Die führenden Köpfe der Gruppe, Engelbert Brinker, Otto Richter und Wilhelm Tollmann, werden bei der Festnahme ermordet.

30. November 1962: Verbotsprozess gegen die VVN vor dem Bundesverwaltungsgericht in West-Berlin scheitert: Der Vorsitzenden des Senats, Dr. Fritz Werner wurde als NS-Propagandist belastet. Aus Dokumenten ging hervor, dass Dr. Werner schon 1933 Mitglied der SA war und in einer 1934 veröffentlichten Dissertation nazistische Auffassungen vertrat.

Dezember

02. Dezember 1914: Karl Liebknecht stimmt als einziger Reichstagsabgeordneter gegen die „Kriegskredite“.

06. Dezember 1944: Der Wehrwirtschaftsführer Albert Vögler wird von Hitler zum Generalbevollmächtigten der Ruhrgebietswirtschaft ernannt.

10. Dezember 1948: Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in Paris.

11. Dezember 1941: Das faschistische Deutschland erklärt den USA den Krieg.

12. Dezember 1979: „Raketenbeschluss“ der NATO.

16. Dezember 1942: „Auschwitz-Erlass“ Heinrich Himmlers, der im Ergebnis u.a. den Massenmord an Sinti und Roma auslöste.

17. Dezember 1944: Verhaftungen späterer Opfer der Gestapo in der Bittermark in Lippstadt (am 20. Dezember Verbringung der Gefangenen nach Herne, von dort Ende März 1945 nach Dortmund).

30. Dezember 1918: Gründung der KPD.

Termine der VVN-BdA NRW 2017

14. Januar: Bundessprecherkreis.

23. Januar: Geschäftsführender Landesausschuss.

11. Februar: Bundessprecherkreis.

11./12. Februar: Bundesausschuss.

18. Februar: Landesdelegiertenkonferenz.

18. März: Bundessprecherkreis.

27. März: Geschäftsführender Landesausschuss.

31. März: Gedenkfeier 70 Jahre VVN bundesweit.

01. bis 02. April: Bundesdelegiertenkonferenz.

13. April: Gedenken Int. Rombergpark.

14. April: Karfreitagsgedenken an die Opfer des Massakers in Bittermark und Rombergpark, Kundgebungen in Dortmund-Bittermark, Dortmund-Brackel, Lünen, Lippstadt.

15. bis 17. April: Ostermärsche.

22. April: Bundessprecherkreis.

22.-23. April: Bundesausschuss.

23. April: Gedenkveranstaltung in der Wenzelnberg-Schlucht.

29. April: Landesausschuss.

01. Mai: Kampftag/Maifeiertag.

13. Mai: Bundessprecherkreis.

22. Mai: Geschäftsführender Landesausschuss.

29. Mai: Jahrestag des Brandanschlags von Solingen.

24. Juni: Bundessprecherkreis.

24./25. Juni: Bundesausschuss.

08. Juli: Landesausschuss.

06. August: Hiroshima-Tag.

26. August: Bundessprecherkreis.

26./27. August: Bundesausschuss.

01. September: Veranstaltungen zum Antikriegstag/Weltfriedenstag

02. September: Antikriegsveranstaltung „Blumen für Stukenbrock“ in der Nähe von Bielefeld.

09. September: Bundessprecherkreis.

25. September: Geschäftsführender Landesausschuss.

03. Oktober: Antifaschistischer und Antimilitaristischer Nationalfeiertag in Kalkar.

14. Oktober: Landesausschuss.

20. Oktober: Bundessprecherkreis.

21. Oktober: Beratung Kassierer und Geschäftsführer.

13. November: Geschäftsführender Landesausschuss.

18. November: Bundessprecherkreis.

18./19. November: Bundesausschuss.

02.-03. Dezember: Friedensratschlag in Kassel.

09. Dezember: Landesausschuss.

16. Dezember: Bundessprecherkreis.