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Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Landesvereinigung NRW

 

25.04.2012

"ÜBERdasLEBEN oder meine Geburtstage mit dem Führer"

Uraufführung der Jugendtheaterproduktion

Das Stück über Jugendwiderstand, die Gräuel der NS-Zeit und den Wunsch ‚zu Latschen statt zu Marschieren‘ für Menschen ab 11 Jahren wurde als Produktion von drei freien Ensembles gemeinsam mit dem städtischen Orchester der Duisburger Philharmoniker entwickelt und mit deutschlandweiten Kooperationspartnern realisiert. Die von Beate Albrecht selbst geschriebene Geschichte wird mit drei SchauspielerInnen, einem Tänzer und einem Saxophonisten erzählt. Für die große Kammerorchesterfassung wurde die Komposition an Matthias Schlothfeldt in Auftrag gegeben.

Zu Hitlers Machtübernahme 1933 ist Anni 9 Jahre. Sie, ihre Freunde und ihre Eltern geraten mehr und mehr in den Strudel der historischen Ereignisse. Einige von ihnen werden Anhänger der NS-Diktatur und marschieren mit, andere versuchen, sich der alles beherrschenden Ideologie zu verweigern oder dem Terror zu entfliehen. Anni schließt sich einer Gruppe von Jugendlichen an, die auf den Drill der Hitlerjugend keine Lust hat. Anfangs noch in Auflehnung gegen die Gleichmacherei, tritt die Gruppe mehr und mehr in den aktiven Widerstand. Als Anni jedoch gefangen genommen wird, entwickelt sich ihr Kampf um ein gerechtes Leben zu einem Kampf ums Überleben

Auf Grundlage von Zeitzeugenberichten erzählt das Stück vom Unrechtssystem des NS-Staates. Gegen Gleichschaltung, Unfreiheit und Ungerechtigkeit gab es Widerstand in unterschiedlichsten Formen. Mit Live-Musik, Schauspiel und Tanz taucht das Stück ein in diese bewegende Zeit, erzählt von Schicksalen, Freundschaft und Feindschaft und verdeutlicht, dass es nötig ist jeden Tag für Demokratie und Menschlichkeit einzutreten – auch heute noch.

Termine:

am 15. Mai 2012 um 20 Uhr beim Kölner Festival 'sommerblut'  im Comedia Theater (www.comedia-koeln.de) in der großen Fassung mit dem 20-köpfigen Kammerorchester der Duisburger Philharmoniker live mit einer Komposition von Matthias Schlothfeldt

Weitere Spieltermine in der großen Fassung mit Kammerorchester:

am 16. Mai 2012 um 11 Uhr im Comedia Theater (www.comedia-koeln.de)

und am 27. Juni 2012 um 19 Uhr im Theater Duisburg  (http://www.duisburg.de/theater/)

Weitere Spieltermine in der kleinen Fassung mit Live-Musik des Saxophonisten Florian Walter:

am 24. Mai 2012 um 11:30 Uhr und 19 Uhr im Wittener Saalbau (www.kulturforum-witten.de/)

am 18. Juni 2012 um 9:00 Uhr und 11:45 Uhr beim Moerser Festival ‚Penguin’s Days‘ (www.schlosstheater-moers.de)

und am 23. und 24. Juni 2012 jeweils um 18 Uhr im Kölner Freien Werkstatt Theater (www.fwt-koeln.de)

Es spielen:

Magda - Beate Albrecht (Schauspielerin, Autorin, Theatermacherin), Witten

Anni – Kirsten Mohri (Schauspielerin, Pädagogin), Berlin

Hansi – Kevin Herbertz (Schauspieler), Köln

Werner - Ivica Novakovic (Tänzer), Dortmund

Herr Liebmann – Florian Walter (Live-Musik), Essen

Choreographie:

Emmanuele Soavi

Regie:

Achim Conrad

Live-Musik:

Duisburger Philharmoniker/ Florian Walter

Komposition:

Matthias Schlothfeldt

Dauer:

ca. 60 Minuten

Projektbeteiligte:

Ein Projekt von theaterspiel (Witten), movingtheatre.de (Köln), theater-machen (Berlin) und den Duisburger Philharmonikern.

In Kooperation mit dem SOMMERBLUT KULTURFESTIVAL 2012 (Köln), dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück (Brandenburg), dem Freundschaftverein Tczew-Witten e.V. und dem VVN-BdA e.V.

Gefördert vom Kulturforum Witten, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Kulturamt Stadt Köln und der Rudolf-Augstein-Stiftung.

Ruhr Nachrichten am 28.03.2012 über das Projekt:

„Im Mittelpunkt steht die Frage `Wie kann man dem Gedenken gedenken?´ Denn es mangelt immer mehr an Zeitzeugen.“

Über theaterspiel:

theaterspiel erarbeitet, produziert, inszeniert und zeigt mit viel Engagement und Spaß Stücke für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Diesen liegen meist zeitgemäße bzw. sozialkritische Fragen zugrunde und werden in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz aufgeführt. Einladungen zu zahlreichen Festivals und zahlreiche Auszeichnungen. Die Vision von theaterspiel ist es, mit ihren Theaterproduktionen einer toleranten, gerechten und friedlichen Welt beizutragen.

Die Veranstaltung als PDF.