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Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Landesvereinigung NRW

 

09.02.09

Impressionen von der Konferenz

Das Plenum der Konferenz.

Oben: Das Plenum der Konferenz.

Ulrike Düwel präsentiert den Konferenzteilnehmern die Fortsetzung der Verbotskampagne gegen die NPD "NoNPD".

Oben: Ulrike Düwel präsentiert den Konferenzteilnehmern die Fortsetzung der Verbotskampagne gegen die NPD "NoNPD".

Plakat gegen Pro Köln und Konsorten.

Oben: Plakat gegen Pro Köln und Konsorten.

Professor Dr. Wolfgang Dressen (Fachhochschule Düsseldorf).

Oben: Professor Dr. Wolfgang Dressen (Fachhochschule Düsseldorf).

Marc Neumann, beim DGB NRW pädagogische Leiter der DGB Jugendbildungsstätte.

Oben: Marc Neumann, beim DGB NRW pädagogische Leiter der DGB Jugendbildungsstätte.

"Gegen Nazis!"

Oben: "Gegen Nazis!"

Monika Düker , Landtagsabgeordnete NRW von "Bündnis 90/die Grünen".

Oben: Monika Düker , Landtagsabgeordnete NRW von "Bündnis 90/die Grünen".

Sevim Dagdelen , Bundestagsabgeordnete "Die Linke".

Oben: Sevim Dagdelen , Bundestagsabgeordnete "Die Linke".

"Keine Nazis in die Parlamente!"

Oben: "Keine Nazis und andere Rassisten in die Parlamente"

Anti­fa­schis­ten trafen sich am Beginn des Super­wahl­jahres

Gegen Einzug von Nazis und anderen Rassisten in die Parlamente - Unverständnis über Bundes­verfassungs­gerichts­haltung zu Nazi­auf­märschen - NPD-Verbots­forderung erörtert

Erklärung zur Konferenz antifaschis­tischer Initiativen und Organi­sationen in NRW am Samstag, 7.2.2009 in Wuppertal

"Keine Nazis und andere Rassisten in die Parlamente"Weit über 100 Teilnehmer­innen und Teilnehmer kamen am letzten Samstag in Wup­per­tal zu­sam­men, um unter dem Motto "Keine Nazis und andere Rassisten in die Parla­mente" Erfahrungen auszu­tauschen und über zukünftige Strategien im Kampf gegen den Neo­faschis­mus zu diskutieren. Zu Beginn sprachen die Bundestags­abgeordnete Sevim Dag­delen für die Partei Die Linke, als Vertreter des DGB in NRW der pädagogische Leiter der DGB Jugend­bildungs­stätte Marc Neumann, Pro­fes­sor Dr. Wolfgang Dressen von der Fach­hoch­schule Düssel­dorf, die Land­tags­abgeord­nete Monika Düker von Bündnis 90/die Grünen und ein Vertreter des Antifa KOK Düsseldorf und Umland über die Heraus­forderungen durch die Kandida­turen neo­faschis­tischer Parteien bei den zahlreichen Wahl­kämpfen. Überein­stimmend wurde festgestellt, dass Wahl­parteien der äußersten Rechten nur eine der vielen Zumutun­gen für die Demokratie bedeuten. Der Rassismus in und aus der Mitte der Gesell­schaft stellt den immer neuen Nähr­boden für die Neonazis dar. Raja Bernard schlug für die DKP die Zusammen­arbeit gegen Nazis im Wahljahr vor. VVN-BdA-Landes­sprecherin Ulrike Düwel präsen­tierte den Konferenz­teilnehmern das Projekt der Fortsetzung der Verbots­kampagne gegen die NPD "NoNPD".

Erste Materia­lien für ein anti­fa­schis­tisches Ein­greifen in die Wahl­kämpfe - Plakate, Flug­blätter und Auf­kleber - so­wie für eine Kam­pagne "Keine Nazis und andere Rassis­ten in die Parla­mente" wurden vor­gestellt.

Ich bin für ein NPD-Verbor, weil intelligentes Leben und Nazis einfach nicht zusammen pasen!Am Nach­mittag fanden 5 Arbeits­gruppen zu Themen und Frage­stellungen wie "Die Pro-Beweg­ung als Erben der Republi­kaner", "Mili­tante Nazi-Struk­turen im Um­bruch", "Wem nut­zen Neo­nazis?", "Anti­fa­schis­tische Ar­beit in lokalen Bünd­nissen" sowie "Außen­politische Zu­spitzung und Krieg­führung" statt. In den Arbeits­gruppen wurde kontrovers, aber konstruktiv um die besten Lösungen gestritten.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe sowie eingereichte Statements aus der Podiums­diskussion werden in einem Reader zusammengefasst. Der Reader kann bei der VVN-BdA in NRW bestellt werden.

Zum Abschluss der Konferenz brachte der Leiter der Versammlung Kurt Heiler das völlige Unverständnis gegenüber dem Bundes­verfassungs­gericht zum Ausdruck. Die Entscheidungen des BVG erlauben den Neonazis immer wieder, ihre Aufmärsche durchzuführen. Die Polizei­präsidenten werden gezwungen, die Provokation der Neonazis auch noch zu schützen. Die NRW-Landes­regierung ging jetzt noch einen Schritt weiter und wies die Polizeipräsidenten an, den Neonazis um jeden Preis den Weg freizumachen, auch wenn dadurch ganze Stadtteile für die betroffene Bevölkerung abgesperrt werden. Dabei setzt sich die Landes­regierung in offenen Gegensatz zu Entscheidungen des Obersten Ver­waltung­sgerichtes von NRW in Münster.

Die Versammlung war sich einig, dass jedes Auftreten der Neonazis ent­schie­denen Wider­stand hervor­rufen muss. Eine Legalität des Wirkens neo­faschis­tischer Gruppen wurde unter Hinweis auf das Grundgesetz bestritten. Eine Mehrheit sieht im Verbot der NPD und anderer neo­faschistischer Gruppen eine Möglichkeit, die Handlungs­spiel­räume der Neo­nazis einzuschränken, eine bedeutende Minder­heit der An­wesen­den findet andere Aus­ein­ander­setzungs­möglich­keiten wichtiger. Ge­mein­sam war allen, dass sie den Einzug von Neonazis oder anderen Rassisten in die Parla­mente ver­hindern wollen. Dabei gilt es, das Tren­nende zwischen den verschie­denen anti­faschis­tischen Gruppen zu beachten, aber das Gemein­same in den Vorder­grund zu stellen.

Veranstalter

Koordinationsgruppe zur Vorbereitung der 28. Konferenz antifaschistischer Initiativen und Organisationen in NRW, Kontaktadresse: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistlnnen NRW (VVN-BdA NRW) Gathe 55, 42107 Wuppertal Tel.: 0202-450629, Fax: 0202-2549836 e-mail: vvn-bdanrw@freenet.de Koordinator: Kurt Heiler